24.02.2014

Stadtwerke erhalten als erster Energieversorger SCC-Zertifikat

Im Beisein von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel haben die Stadtwerke am heutigen Montag als erster deutscher Energieversorger das Stop Climate Change-Zertifikat (SCC) erhalten. Die Stadtwerke Göttingen dürfen sich nunmehr klimafreundliches Unternehmen gemäß SCC nennen. Die Zertifizierung erfolgte gemäß den Vorgaben der Firma AGRA-TEG, die das Label vertreibt. Die Erstellung des so genannten „Carbon Footprint“ erfolgte in enger Kooperation mit der Universität Göttingen, die bei der Auszeichnung durch Vizepräsident Prof. Dr. Norbert Lossau sowie Prof. Dr. Jutta Geldermann als Klima-Expertin der Wirtschaftswissenschaften vertreten war.  

Der „Carbon Footprint“ ist eine umfassende Untersuchung über alle Treibhausgas-Emissionen, die durch die Stadtwerke Göttingen verursacht werden. Dabei werden nicht nur die Energieverbräuche, sondern auch Stoffströme und selbst die Fahrten der Beschäftigten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte berücksichtigt. In monatelanger detaillierter Kleinarbeit ist ermittelt worden, dass die Stadtwerke durch ihr Wirken jährlich für rund 2.100 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich sind. Diese Emissionen werden künftig durch die Kompensierung mit hochwertigen Klima-Zertifikaten neutralisiert.

Stadtwerke-Vorstand Dr. Gerd Rappenecker sieht in der Zertifizierung einen Meilenstein auf dem Weg des Unternehmens in die Nachhaltigkeit: „Es hat für uns sehr viel Aufwand bedeutet, unsere eigenen Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu ermitteln und zu berechnen. Aber jetzt wissen wir, was die Firma an Treibhausgasen produziert. Und wir wollen es nicht dabei belassen, diese Emissionen klimaneutral zu stellen. Wir wollen sie durch unser aktives Handeln Stück für Stück reduzieren.“ Das sei ein besonders nachhaltiger Ansatz: „Wir reduzieren die Verbräuche und tun damit nicht nur etwas für die Umwelt, sondern steigern zugleich unsere Wirtschaftlichkeit. Außerdem werden die fossilen Ressourcen geschützt.“

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel lobt das Engagement der Stadtwerke in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Für den Minister hat die Zertifizierung eines Energieversorgers nach strengen internationalen Standards, deren Einhaltung von der Gesellschaft für Ressourcen-Schutz (GfRS) kontrolliert werden, eindeutig Vorbildcharakter: „Ich würde mir wünschen, dass der Klima- und Umweltschutz insbesondere in der Wirtschaft an Bedeutung gewinnt, da ökologisches Handeln häufig auch ökonomische Vorteile hat.“

Für die Universität hat die Kooperation mit den Stadtwerken ebenfalls eine Pilotfunktion. Prof. Dr. Norbert Lossau: „Wir haben gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenschaftlern reibungslos funktioniert. Die Universität steht für die heimischen Unternehmen bereit, um ähnliche Projekte zu realisieren.“ Prof. Dr. Jutta Geldermann ergänzt: „Derartige Untersuchungen führen häufig zu Synergien aus Klimaschutz und Kostensenkung.“ 

Quelle: Stadtwerke Göttingen AG

Mehr unter https://www.stadtwerke-goettingen.de/nachhaltigkeit/stop-climate-change/

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